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Schlafstörungen in den Wechseljahren: Warum du nachts häufiger wach werden kannst

Autorenbild: Kerstin U
Kerstin U
1. Okt.
2 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 3. Okt.

Du schläfst abends eigentlich gut ein – und trotzdem bist du nachts plötzlich wach. Vielleicht einmal. Vielleicht mehrmals. Manchmal schläfst du schnell wieder ein, manchmal beginnt dann das Denken.


Gerade in der Lebensmitte fragen sich viele Frauen: Liegt das an den Wechseljahren? Es kann damit zusammenhängen – aber nicht jedes nächtliche Aufwachen hat automatisch hormonelle Ursachen.


Warum die Wechseljahre eine Rolle spielen können


In den Wechseljahren verändert sich das Zusammenspiel der Hormone. Diese Umstellung kann unter anderem mit Hitzewallungen, Schweißausbrüchen sowie Ein- oder Durchschlafproblemen einhergehen. Treten Hitzewallungen oder Schweißausbrüche nachts auf, können sie den Schlaf zusätzlich stören. Frauen erleben diese Phase allerdings sehr unterschiedlich.


Deshalb ist es sinnvoll, nicht vorschnell alles auf „die Hormone“ zu schieben.


Auch andere Dinge können dich nachts wecken


Schlaf kann durch viele unterschiedliche Faktoren gestört werden. Dazu gehören zum Beispiel:

  • Stress und Sorgen

  • belastende Lebensereignisse

  • Schmerzen oder nächtlicher Harndrang

  • Hitzewallungen und nächtliches Schwitzen

  • Schlafapnoe oder Restless Legs

  • Koffein, Alkohol oder bestimmte Medikamente


Gerade deshalb ist die Frage „Warum wache ich auf?“ oft hilfreicher als die Suche nach der einen perfekten Abendroutine.


Vier Fragen können dir beim Einordnen helfen


1. Was weckt mich konkret?

Ist dir heiß? Musst du zur Toilette? Hast du Schmerzen? Oder wachst du scheinbar ohne erkennbaren Grund auf?

2. Was passiert danach?

Schläfst du schnell wieder ein oder bist du längere Zeit wach?

3. Wie fühlst du dich am nächsten Tag?

Bist du ausgeruht oder erschöpft, unkonzentriert und gereizt?

4. Gibt es ein Muster?

Ist es an stressigen Tagen stärker? Nach bestimmten Getränken? Zu bestimmten Zeiten?


Ein einfaches Schlaftagebuch kann helfen, solche Zusammenhänge zu erkennen. Solche Aufzeichnungen werden auch genutzt, um Schlafprobleme besser einzuordnen.


Du brauchst nicht sofort die perfekte Abendroutine


Bei Schlafproblemen entsteht schnell eine lange Liste: kein Bildschirm, perfekte Schlafenszeit, Meditation, Tee, Yoga, Atemübung, Abendroutine. Das kann irgendwann selbst wieder Druck erzeugen.


Für den Anfang reicht oft eine kleinere Frage: Was stört meine Erholung gerade am deutlichsten? Vielleicht ist es gar nicht die ganze Nacht. Vielleicht fehlt dir vor allem der Übergang vom vollen Tag in den Abend. Vielleicht bemerkst du, dass du nachts regelmäßig wegen Hitzewallungen wach wirst. Oder du stellst fest, dass etwas ganz anderes dahintersteckt.


Wann solltest du Schlafprobleme abklären lassen?


Nicht jede unruhige Nacht ist eine Schlafstörung. gesund.bund.de beschreibt eine chronische Schlafstörung, wenn über mehr als einen Monat an mehr als drei Nächten pro Woche kein erholsamer Schlaf gelingt und die Lebensqualität dadurch beeinträchtigt wird.


Wenn Schlafprobleme länger anhalten, dich deutlich belasten oder du zum Beispiel Hinweise auf Atemaussetzer, starke Schmerzen oder andere Beschwerden bemerkst, solltest du sie ärztlich besprechen.


Dein nächster kleiner Schritt


Bevor du zehn Dinge veränderst, beobachte zunächst ein paar Tage: Wann fehlt mir eigentlich Erholung – und wodurch?


Genau dabei hilft der kostenlose MORGENWÄRTS-Erholungs-Check für den Alltag. Er hilft dir, Schlaf, Übergänge und Runterfahren genauer anzuschauen und einen kleinen Erholungsanker für deine Woche auszuwählen.


Quellen



Hinweis: Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information und ersetzt keine medizinische Diagnose oder Behandlung.

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